ein film, der zeitweise einfror.

einkauf.


kippe seitlich. treppe runter. haustür raus, die strasse überqueren.
meine karre unter der nassen, triefenden plane. nein, heute nicht.
schrotthaufen mit seltenheitswert. es gibt da viele parallelen.
mein gehirn hat sich verändert. andere sichtung.

man muss sich vorstellen, dass die figuren auf einer leinwand plötzlich losgehen.
3dimensional. sie verlassen ihre standardwand.
und sie beobachten dich. nicht alle. merkbar einige. sie starren. 
fettmagnetismus.
der moment packt die wahrnehmung… und prompt starten zellreaktionen.
jeder neue moment flippt den vorigen mit ner watsch beiseite und schon klappt ein neuer raum auf. da herrscht dann jeweils die nächste realität. 
hallo. 
stille.
ich frage nie mehr: warum wackeln ärsche?

darwin ist wie alle, die dem konzept einer programmierten menschheit eine unschöne ansagung verpassen, selbstverständlich ein arschloch erster güte. 
kinski hat zahlende 2beiner von ner holzbühne aus angespuckt. sie kamen, um vom herrn befriedigt zu werden. “wenn ich nicht jesus bin, wer sonst?” sagt kinski. ich versteh den kerl. 
eine männliche domina für tausend knieende kartenbesitzer. irgend ne bude am rand eines metapherhafens, mit ner menschenschlange davor. eintritt incl. segnungspeitschung: 10 mark. erkenntnisindustrie eben.
vor jedem schornstein steht ein revoluzzer samt antipode. und jeweils 1000 feuchtelnde, die sich zur opferung breitmachen. es gibt viel zu tun.


“hören sie mal! hier ist rauchen verboten!” 
“aber, wieso denn? ich steh doch am schienenrand. niemand in der nähe.” 
“trotzdem! das ist nicht erlaubt. machen sie bitte sofort ihrem leben ein ende. die zigarette bitte nach oben vor den niedergang. also ziemlich draussen.”
wer sagt denn sowas ? egal. moment. ich seh mal auf dem plan nach, zu welchem zeitpunkt ich mich keinesfalls töten darf. (oder ihn)
irgendwie merkwürdig. wenn ich in der bahn meine gummiziege aufblase, ihr ne havanna verpasse und mich dann sehr schmutzig an ihr zu schaffen mache, sagt kein mensch was dazu. die leute sind einfach ständig mit anderen wichtigen sachen beschäftigt.  

ich registriere, wie eine stretchlimousine an meiner optik vorbeimanövriert. das letzte fenster ist auf. eine kleine rotlichtnewcomerin unter vollem drogeneinsatz quietscht rhythmisch mit unerhört spitzen schreien die reeperbahn entlang und hängt ab muschi aufwärts und heftig winkend dabei im freien, während der fahrer sie vermutlich laut befehl dabei sehr langsam mittig shuttlen soll. eine hand am lenkrad, eine woanders. was für ne werbung. ich werbe auch und winke, was das zeug hält, mit meiner pennytüte zurück. 
mein megatotes hühnerfilet in ihr interessiert sich nen dreck für sowas. die es aktuell beheimatende plastiktüte ist ganz sicher nicht sein lieblingssarg. 

ja. meine lebensmittel fühlen sich unwohl. ohne zweifel. ich esse das zeug und dafür kassiere ich sofort eine bösartig langsame vergiftung meiner zellen. sie werden plötzlich grün, dann rosa, dann himalaya. 
verflucht. da kommt die scheissbahn. 
du steigst ein und von da an glaubst du, dass jede station wie ein hoden ist, der durchströmt wird von spermien, neue aufnimmt und abgibt, die früher oder später scheinbar unbemerkt in nebengefässen verschwinden. je nach art der saug- oder spuckstation. 
es scheint unmengen von dubiosen rettungsbahnhöfen zu geben in diesen dunklen zeiten. aber… waren sie jemals beleuchtet? ist vielleicht auch besser wenn sie´s nicht sind.
“hier seid ihr sicher!”  
stöckl, wackl, schwenk, kreisl. kiez nochmal.
subtil tobend öffnen sich die zentralen und erklären stöhnend die funktionen ihrer geometrieprogramme. winkel zwischen 0 und 360° in theorie und praxis. 
sp… äh…idiota äh… leute, hierher! 
joho ! … wir kommen schon! lechz.

umsteigen.
alles nicht so wichtig. der einkauf geht damit zuende, dass jemand nen ungewollten einsatz gegen nen frustrierten busdriver hat, der sich durch einen fahrgast neben mir beleidigt fühlt, weil der ihn als schwachkopf bezeichnet. der uncoole driver haut dem doofmann auf die fresse und ein exekutiver mediamental-inventor sorgt dafür, dass busman seine aktion kurz danach nicht mehr irgendwem als gerechte sache verkaufen kann, sondern bereut. busdriver sollte verdammt noch mal ein reiner frauenjob sein. die sind da stoischer, aus gewohnheit schon.
am schluss kommt das schwarze loch und holt uns weg. keine sorge. du wirst wieder ausgespuckt. du musst dich nur angemessen und unängstlich hindurchzwängen. (und versuchen, an irgendwas zu glauben. vielleicht flutscht es dann leichter)

einkäufe sind tunnelerlebnisse.

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