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26 Kommentare

  1. Lieber Aris, liebe Chris,

    die Seite ist Euch echt sehr gut gelungen. Ich sehe schon, eure Zusammenarbeit wirkt sich sehr positiv aus. Das freut mich sehr.

    Bis die Tage 😉
    Nil

    • hi nil,
      freut mich und danke 🙂
      unbekannterweise ÂŽnen lieben gruß und vielleicht lernen wir uns ja mal kennen…
      chris

      • Das wĂŒrde mich freuen. Wenn es wĂ€rmer wird, kommen wir mal nach Hamburg, oder auch nach Köln? Ist ja nicht so weit von Berlin.
        LG, Nil

  2. Zwei KĂŒnstler leben scheinbar ihren Traum und geniessen das.
    Beneidenswert.
    Ein interessantes und gleichermaßen amĂŒsantes Video.

  3. Super Charakter der Herr Richter. Es ist ihm und uns allen, sehr zu wĂŒnschen, dass er diesen Kampf vor dem Bundesverfassungsgericht gewinnen möge, damit millionen von Menschen endlich entkriminalisiert werden.

  4. habe auch mal einen artikel zu dem thema gelesen vor lĂ€ngerer zeit, u.a. auch mit aussagen von dem schweizer psychiater. hoch interessant…

    • Ja. Der amerikanische Schauspieler Carry Grand, hatte seiner Zeit, eine LSD Therapie gemacht, als es noch nicht verboten war. Er sagte, dass LSD und speziell die LSD Therapie ihm sehr gut getan hat, besonders im Bezug auf VergangenheitsbewĂ€ltigung und Erkenntnisgewinnung. Er sagt, er hatte sich frei machen können von all seinen Zwangsstörungen. In meiner Jugendzeit, war Carry Grand mein absoluter Lieblingsschauspieler und ich sehe ihn heute noch sehr gerne. Meine eigenen Erfahrungen mit LSD waren auch sehr erhellend gewesen 🙂
      Ich bin sicher, dass LSD frĂŒher oder spĂ€ter wieder fĂŒr Therapiezwecke freigegeben werden wird und hoffe, dass wir das noch miterleben werden….

  5. guter text zum thema…
    gelesen und kopiert von hier: https://www.facebook.com/ilkoeln/posts/1324527861066356?__tn__=K-R

    Raus aus der Dankbarkeit, rein in die gemeinsamen KĂ€mpfe –
    Die Pandemie als Klassenfrage

    Alle sind sich einig, wie schon lang nicht mehr. Angela Merkel, Friedrich Merz, Armin Laschet, Katja Kipping, wir, Linke, Rechte, Angestellte, Manager, egal. Alle sind sich einig. Wir mĂŒssen uns dankbar zeigen bei den Hunderttausenden und Millionen, die in Moment trotz Pandemie jeden Tag an der vordersten Front die Gesellschaft am Laufen halten. In den KrankenhĂ€usern, in den Pflegeeinrichtungen, in den NotunterkĂŒnften, in den Arztpraxen, im Transport, in den Fabriken, im Einzelhandel. Millionen stehen trotz aggressivem Covid-19-Virus, trotz großer Ansteckungsgefahr jeden Tag auf der Matte und halten die Stellung und die Gesellschaft am Laufen, versorgen uns mit allem, was wir brauchen, versorgen uns im Krankheitsfall, pflegen uns, wenn wir alt sind, forschen nach Medizin.

    Um 21:00 Uhr wird geklatscht. So zeigen wir unsere Dankbarkeit. Politiker*innen und Medien zeigen sich rund um die Uhr dankbar in Kommentaren und auf Pressekonferenzen. Man könnte sich in dieser klassenĂŒbergreifenden Dankbarkeit einfach mal wohl fĂŒhlen und sich selbst sagen: Trotz aller Meinungsverschiedenheiten verbindet uns auch Vieles, das Menschliche, das Soziale.
    Doch das wÀre falsch.

    Gerade diejenigen, denen wir jetzt so dankbar sein sollen, ist in den letzten Jahrzehnten das Leben so schwer gemacht worden. Die Löhne und GehĂ€lter standen massiv unter Druck. Mit der EinfĂŒhrung von Hartz 4, der Agenda 2010, dem systematischen Aufbau des Niedriglohnsektors wurde eine permanent existente Angst vor dem Abstieg aufgebaut – damit einhergehend die Zunahme der ArbeitsintensitĂ€t. Gerade im Gesundheits- und Pflegebereich werden die Arbeitsschritte mit der Stoppuhr getaktet. Wer diese Formulierung ĂŒbertrieben findet, sollte mal Menschen in diesen Bereichen einen Kaffee spendieren und sich den Arbeitsalltag plastisch schildern lassen.

    Das Gesundheitswesen wurde in den letzten Jahren immer mehr nach marktwirtschaftlichen Prinzipien umgebaut. Die KrankenhĂ€user wurden unter Druck gesetzt, schwarze Zahlen zu schreiben und Gewinn zu erwirtschaften. Die KrankenhĂ€user mussten also genau hinschauen, welche Abteilung, welche Behandlung, welcher „Typ“ von Patient*innen mehr Gewinn bringen oder mehr Kosten verursachen, welche Einsparungen hier möglich sind. Mit den „Fallpauschalen“ wurde der Druck erhöht, die Kosten je „Fall“ so gering wie möglich zu halten, um mindestens kostenneutral zu „wirtschaften“, am besten aber gewinnbringend. Und umgekehrt fĂŒhren diese Pauschalen dazu, dass viele KrankenhĂ€user Krankheiten mit unbekannten oder komplexen VerlĂ€ufen gar nicht so gern haben, weil diese sich womöglich dann am Ende gar nicht rechnen.

    Wenn es nach den Thinktanks der großen Konzerne geht, ist das alles erst der Anfang gewesen. Die umfassende, systematische Privatisierung soll ja erst noch kommen. Mitte 2019 kam eine Bertelsmann-Studie zu dem „Ergebnis“, dass jedes zweite Krankenhaus in Deutschland schließen muss. BegrĂŒndung: Rechnen sich nicht. Aber mĂŒssen sich KrankenhĂ€user rechnen oder mĂŒssen sie die medizinische Versorgung aller sicherstellen? Und sind sie fĂŒr Letzteres vielleicht immer weiter ausgehungert worden, was wiederum das Argument der neoliberalen Ideolog*innen verstĂ€rkt hat, dass ja dann die KrankenhĂ€user selbst Gewinn erwirtschaften sollten, wenn sie schon so unterfinanziert sind?
    Und so hocken jetzt die selben Figuren vor den Kameras, die zum neoliberalen Umbau des Gesundheitswesens beigetragen haben oder sogar maßgeblich vorangebracht haben und erklĂ€ren, wie dankbar wir alle sein mĂŒssen.
    Jeden Tag auf der Matte

    All diese Menschen, die jeden Tag auf der Matte stehen und sich um die Kranken, Alten, die Versorgung, Verteilung der GĂŒter, um die Kinder, um die Bildung, um die Produktion kĂŒmmern, haben das auch vor Corona, vor „Social Distancing“, vor Ausgangssperren bereits jeden Tag gemacht. Ob sie ausreichend Zeit fĂŒr ihre Familien und Freund*innen haben, sie sich die Mieten leisten können, sie zwangsgerĂ€umt werden, weil ihre Wohnung zum Spekulationsobjekt wurde, sie SpielplĂ€tze, Kultureinrichtungen, SchwimmbĂ€der in der NĂ€he besuchen können, sie einen Kita-Platz bekommen, ob ihre Rente im Alter ĂŒberhaupt fĂŒr irgend etwas ausreicht, all diese Dinge haben nie eine Rolle gespielt. Aber jetzt ist die große von oben verordnete, kollektive Dankbarkeit angesagt. Ganz vergessen, dass fĂŒr die BedĂŒrfnisse und Sorgen genau dieser Menschen nie genug Zeit und nie ausreichend Geld da war. Und auch jetzt wird es bei der Floskel der Dankbarkeit bleiben.

    Praktische SolidaritĂ€t mit den BeschĂ€ftigten, die auch ihren Alltag unter diesen UmstĂ€nden bewĂ€ltigen mĂŒssen, wĂ€re eine hilfreiche Alternative zur floskelhaften Dankbarkeit.

    Die Maßnahmen sind ja so toll
    Eine alternative Form der Wahrnehmung wird deutlich durch die mediale Lobhudelei fĂŒr die angeblich so unglaublich gelungenen Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Pandemie. Die ersten FĂ€lle waren in China bereits im Dezember bekannt. Im Januar spĂ€testens hĂ€tte die Regierung mit Maßnahmen beginnen können, ein umfangreiches Corona-Testsystem einzufĂŒhren, Betten und BeatmungsgerĂ€te zur VerfĂŒgung zu stellen. Stattdessen hieß es da immer nur: „Alles bestens“. Weitere zwei Monate vergingen, ohne dass etwas Substanzielles passierte. Ja und jetzt sind wir mittendrin, Abriegelungen, Social Distancing, teilweise Ausgangssperren. Mit ein bisschen Pech, steht uns das Schlimmste noch bevor, wie in Italien.

    SĂŒdkorea ist von Anfang an einen anderen Weg gegangen. Die Regierung hat ein umfassendes Testprogramm eingefĂŒhrt. So konnten schnell die Infizierten ausfindig gemacht werden, um gezielt Personen unter QuarantĂ€ne stellen zu können, anstatt keinen blassen Schimmer zu haben, wer infiziert ist und alle vorsorglich mal zum Zuhause bleiben zu verdonnern. Ausgang ungewiss.

    Die Zahl der Infizierten in Deutschland beruht auf den positiven Testergebnissen – aber sie sagt nichts aus, denn, wer in den letzten Wochen beim Arzt war, kann bestĂ€tigen, dass hĂ€ufig gar nicht getestet wird. Man muss „nachweisen“, dass man mit einem Infizierten Kontakt hatte. Wie das? Keine Ahnung, weil woher soll man wissen, wer infiziert ist, wenn nicht getestet wird? Ok, dann wieder ab nach Hause. Das ist das Gegenteil von einem effektiven, flĂ€chendeckenden Testsystem.
    Probleme sind Privatsache

    Außerdem bieten die Maßnahmen ĂŒberhaupt kein Konzept fĂŒr Betroffene. Kitas sind zu, Arbeit lĂ€uft weiter. Wie sollen Millionen von BerufstĂ€tigen das jetzt gemeistert bekommen? Pech.
    Die Betriebe sollen bitte mal freiwillig ĂŒberlegen, ob sie nicht ihre Mitarbeiter in Homeoffice schicken können. MĂŒssen sie aber auch nicht. Viele Betriebe laufen einfach weiter. Ja und was ist mit der Ansteckungsgefahr in diesen FĂ€llen? Pech. Was ist mit SelbstĂ€ndigen, Freiberufler*innen, Leute, die einen kleinen Laden fĂŒhren? Hier reichen einige Wochen durchaus fĂŒr komplett zerstörte Existenzen. Pech. Was ist mit der Betreuung und Bildung der Kinder, die jetzt nicht zur Schule und nicht in die Kita können? Wer kĂŒmmert sich? Pech.
    Menschen, die von freiwilliger sozialer Infrastruktur abhÀngig sind, wie beispielsweise Wohnungslose, haben jetzt weniger bis hin zu gar keine Anlaufstellen. Was können sie tun? Keine Ahnung. Pech.
    Die Maßnahmen der Bundesregierung zielen zum Großteil darauf ab, all diese Probleme zur Privatsache zu machen.
    Und natĂŒrlich ist es toll, dass Menschen eigenstĂ€ndig beginnen, eine Infrastruktur aufzubauen, um Ă€lteren und auch kranken Menschen zu helfen. Die Notwendigkeit hierfĂŒr ergibt sich aber vor allem aus der massiven Aushöhlung der sozialen Infrastruktur, weil sich der Staat in den letzten Jahrzehnten immer mehr aus der Finanzierung zurĂŒckgezogen hat. Auch hier gilt, dass Verantwortliche aus der politischen Elite und Zeitungen, die jahrelang SozialkĂŒrzungen schön geschrieben haben, sich darĂŒber freuen, dass Strukturen von Freiwilligen entstehen, um entstehende VersorgungslĂŒcken zu schließen. Eine Parallele ist vielleicht die beschleunigte Zunahme von Tafeln als Folge der Agenda 2010, die ausschließlich auf Ehrenamt und Spenden aufbauen. Auch hier gibt es immer viel Lob. Und natĂŒrlich ist es gut, dass es diese Tafeln gibt. Aber es ist nicht gut, dass die Tafeln ĂŒberhaupt notwendig sind.

    Pandemie als Klassenfrage
    Das Zögern der Regierung bei der EindĂ€mmung des Virus basiert nicht auf bösem Willen oder Dummheit. Ok, Dummheit ein bisschen schon. Im Kapitalismus darf dem Wachstum und der Profitlogik nichts im Wege stehen. Der reibungslose Ablauf muss gewĂ€hrleistet sein. Die Angst, dass die Produktion gestört werden könnte und die Börsen mit Angst reagieren, hat dazu gefĂŒhrt, dass in den aller meisten LĂ€ndern mehrere Monate gar nichts unternommen wird. Wie beim Klimawandel haben Wissenschaftler*innen frĂŒh auf die drohende Krise aufmerksam gemacht. Unternommen wurde zunĂ€chst nicht viel: Ignorieren, Lippenbekenntnisse, halbherzige Maßnahmen und dann plötzlich drastische Maßnahmen, weil zu spĂ€t. Auch jetzt, wo angeblich so sinnvolle Maßnahmen beschlossen werden, klammert man die Produktion und die Situation am Arbeitsplatz weitgehend aus, wenn man mal von einigen Appellen an die Arbeitgeber*innen absieht. Selbst wenn es zu einer drastischen Maßnahme wie einer Ausgangssperre kommen sollte, wĂ€ren Betriebe weitgehend ausgenommen. Und es geht hier nicht nur um zur Zeit wirklich relevante Jobs wie im medizinischen Bereich oder in der Versorgung. Arbeitgeber*innen können zu diesem Zweck einfach einen Wisch ausstellen, mit dem BeschĂ€ftigte durch Polizeikontrollen kommen können. Es scheint, dass der Virus gewillt ist, einen Bogen um Betriebe und Lohnarbeit zu machen.

    Das Paradoxe ist, dass die Krise jetzt erst Recht mit voller Wucht zuschlÀgt und genau diese Szenarien eintreten, die zu verhindern versucht wurde. Nicht nur sind die Leitindizes in der Welt so stark eingebrochen, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Weltwirtschaft, die in den letzten Monaten eh schon taumelte, ist jetzt in der Krise.
    Dass die Bundesregierung, der EZB, die Federal Reserve Bank, die US-Regierung und weitere Staaten in aller Welt wieder versuchen, die Kapital-Schleusen zu öffnen und die FinanzmĂ€rkte mit LiquiditĂ€t zu fluten, hat nach der Krise 2008 scheinbar noch funktioniert. Dieses Mal scheinen all die Maßnahmen zu verpuffen. Die Zinsen waren bereits sehr niedrig oder bei null und die AnleihekĂ€ufe liefen bereits seit fast zehn Jahren auf Hochtouren. Es scheint, dass diese Maßnahmen jetzt aber die Panik an den Börsen noch verstĂ€rken. Ein Hauch von 1929 ist in der Luft.
    WĂ€hrend aber wieder ĂŒber Nacht Milliardenhilfen fĂŒr Banken und Konzerne in Aussicht gestellt werden konnten, um den Panikmodus an den FinanzmĂ€rkten in den Griff zu bekommen, werden alle anderen zurĂŒckgelassen. Viele Existenzen sind akut bedroht. Viele werden sich momentan genau diese Fragen stellen. Wie kann das sein, dass LiquiditĂ€t immer sofort mobilisierbar ist, wenn die FinanzmĂ€rkte, die Banken und Konzerne im großen Umfang betroffen sind und nie, wenn Menschen auf der Flucht, Menschen in existenzieller Bedrohung, Menschen in der Pflege, Menschen, die ihre Mieten nicht mehr bezahlen können, Menschen im Alter aus dem letzten Loch pfeifen? Warum steckt man dieses Geld nicht in Corona-Testsysteme und den Ausbau von KrankenhĂ€usern? Was hat den grĂ¶ĂŸeren gesellschaftlichen Nutzen, die LiquiditĂ€t der Bank oder Betten, BeatmungsgerĂ€te, Testsysteme, die allgemeine Versorgung aller?
    Was sich in Medien und in manchen Zeitungskommentaren manchmal wie eine gemĂŒtliche Auszeit vom ĂŒblichen Alltagstrubel anhört – Stichwort Entschleunigung – ist fĂŒr viele eine bedrohliche Situation. Gerade Menschen, die im normalen Kapitalismusbetrieb bereits am gesellschaftlichen Rand den Alltag als Kampf empfinden, werden die momentane Lage und auch mögliche kommende Ausgangssperren als unertrĂ€glich empfinden. Menschen, die sich nicht ĂŒberlegen können, ob sie heute im Garten ein bisschen harken oder ihrem Hobby nachgehen können, sondern die mit ihren Familien in zu kleinen Wohnungen ausharren mĂŒssen. Menschen, die im normalen Kapitalismusbetrieb schon nicht wissen, wie es in einem Jahr fĂŒr sie aussehen wird, weil sie von befristetem Vertrag zu befristetem Vertrag gesteckt werden, werden momentan potenziell von ExistenzĂ€ngsten heimgesucht.
    Der ganz normale, reibungslos funktionierende Kapitalismus basiert bereits auf Unsicherheit, Ausgrenzung, Angst vor dem Absturz. Die Erfahrungen, die sich jetzt dazu addieren und zwar ĂŒber Nacht, werden nachhaltig und kompromisslos Menschen in neue RealitĂ€ten stĂŒrzen.
    Wir bleiben drin. Wir bleiben laut.
    Die Lage, in der Linke sich momentan befinden, ist paradox. Jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, bleibt nichts ĂŒbrig, als sich dem „Social Distancing“ anzuschließen und mit dazu aufzurufen, dass sich möglichst alle beteiligen.
    Gleichzeitig ist gerade in der Krise eine laute Linke gefragt. Eine Linke, die nicht der Regierung zujubelt, wie toll sie ihre Arbeit macht. Gerade in der Krise ist mehr nötig, als aus Dankbarkeit zu klatschen. Gerade in der Krise wird eine Linke benötigt, die den Finger in die Wunde legt und feste drĂŒckt, indem sie aufzeigt, wie wir in diese Lage geraten sind und welche Verantwortung das herrschende System, die Profitlogik des Kapitalismus, die systematische EinfĂŒhrung von Marktmechanismen in all unseren Lebensbereichen haben. Gerade in der Krise muss sich eine Linke formieren, die Seite an Seite und laut mit denen steht, die besonders getroffen werden, das nötige Geld einfordert, das fĂŒr Banken und Konzerne sofort mobilisiert werden kann, aber nicht fĂŒr die Versorgung der Menschen.
    Und genau das ist das Paradox dieser Zeit. Bisher wirken linke Bewegungen und Gruppierungen perplex. VerstĂ€ndlich zwar, aber auch hier ist versĂ€umt worden, rechtzeitig Krisenszenarien im möglichst breiten BĂŒndnis durchzuspielen.
    Es wird jetzt darum gehen mĂŒssen, kreative Formen zu finden, linke Kritik und auch linke Visionen fĂŒr eine Welt ohne Kapitalismus in die Öffentlichkeit zu transportieren. Die VorschlĂ€ge fĂŒr akute Maßnahmen liegen auf dem Tisch: Von Mietenstopp ĂŒber die Forderung nach einem Corona-Grundeinkommen ĂŒber eine Vergesellschaftung des Gesundheitswesens. Es gilt, Seite an Seite mit allen BeschĂ€ftigten im Gesundheitswesen und im Einzelhandel zu stehen, den Menschen auf der Flucht, ohne Wohnung, ohne Aufenthaltsstatus, ohne Perspektiven praktisch und konkret zu helfen. Und das Ganze unter Einhaltung des nötigen Abstands und ohne sich in Massen zu versammeln. Das wird eine große Herausforderung der nĂ€chsten Zeit.
    ‘Krise’ ist abgeleitet vom griechischen ‘krisis’, dem entscheidenden Augenblick. Viele Millionen Menschen sind praktisch ĂŒber Nacht in einer neuen RealitĂ€t aufgewacht. Das, was bisher als sicher und stabil galt, ist erschĂŒttert. Der Kapitalismus und seine Regierungen versagen als effiziente Krisenmanager. Viele sehen jetzt deutlicher denn je, wer die Gesellschaft wirklich am Laufen hĂ€lt, auf wen es ankommt. Sind wir bereit, die Chancen zu nutzen?

      • Ich hĂ€tte grundsĂ€tzlich kein Problem “Fickt Euch” auszuschreiben. Das habe ich von YouTube so rĂŒbergezogen. Ob ausgeschieben oder nicht, beschĂ€ftigt mich allerdings nicht besoners. Soll jeder machen wie er will, ist mir egal…. 🙂

  6. Liebe Chrissi,

    vielen Dank fĂŒr diesen umfassenden Text, der die aktuelle Lage sehr gut auf den Punkt bringt.

    Wir hoffen auch sehr, dass diese Pandemie, auch als (letzte ?) Chance gesehen werden könnte und ein Umdenken bei den Verantwortlichen auslösen könnte und die wahren systemrelevanten Berufe, die Anerkennung durch angemessene VergĂŒtung ihrer Arbeitsleistung, erhalten könnten. Z. B. 5000,- Brutto fĂŒr VerkĂ€uferinnen, PlegerkrĂ€fte, ReinigungkrĂ€fte etc. wĂ€re angemessen.
    Naja, wir werden sehen, ob diese Erfahrungen zur Transformation fĂŒr mehr Gemeinwohl und mehr Gerechtigkeit genutz werden, oder ob wir weiterhin lernresistent bleiben und sehenden Auges weiterhin auf den Abgrund zu steuern……
    Alles Beste und vor allem Gesundheit fĂŒr Dich.

    Herzliche GrĂŒĂŸe,
    Nil

  7. Aris, das ist einfach nur superklasse !!
    Julien meinte gerade, wow, das klingt auch ein bisschen wie David Bowies verloren gegangenes Album von 1978.

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